VSME B11 & Business Conduct: Korruption und Bestechung - was zu berichten ist und wie man es sauber dokumentiert
- 19. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

B11 ist kurz, aber wirkungsvoll: Verurteilungen und Bußgelder sind ein harter Risikoindikator. Wer B11 sauber dokumentiert, vermeidet Rückfragen - und schafft Vertrauen bei Banken und Kunden.
VSME B11: Was ist zu berichten?
B11 ist sehr klar: Wenn es im Berichtszeitraum Verurteilungen und Geldbußen gab, sind die Anzahl der Verurteilungen und der Gesamtbetrag der Geldbußen wegen Verstößen gegen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetze offenzulegen.
Wenn es keine Fälle gab, ist das in der Praxis meist als '0' bzw. 'keine' darstellbar - wichtig ist, dass die Abgrenzung des Berichtszeitraums klar ist.
Warum gerade diese Kennzahl?
Für Banken und Geschäftspartner ist 'Business Conduct' ein Risikoindikator. Der VSME will genau solche Kerninformationen standardisieren, damit nicht jedes Gegenüber ein eigenes Compliance-Template schickt.
Pragmatische Ergänzung über VSME B2
Der Standard verlangt in B11 nur die Fälle.
Viele KMU ergänzen über B2 (freiwillig, wenn vorhanden):
Code of Conduct / Anti-Korruptions-Policy,
Schulungen,
Hinweisgebersystem / Beschwerdemechanismen,
Grundzüge von Ermittlungs- und Sanktionsprozessen.
Wichtig ist: nicht Marketing, sondern belastbare Fakten:
was existiert,
seit wann,
für wen.
Prüferblick: Dokumentation und Sensitivität
Bei Compliance-Themen ist saubere Dokumentation entscheidend (z.B. Auszüge aus Rechts-/Compliance-Fällen, Behördenbescheide, interne Register).
Gleichzeitig gilt: Wenn eine Angabe sensitive Informationen berührt, erlaubt der Standard unter Bedingungen eine Auslassung - dann muss dies aber im Rahmen von B1 transparent gemacht werden.
Sollten Sie Fragen haben zur Erstellung oder Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten (ESRS / VSME), können Sie sich gerne direkt einen Termin buchen oder uns über das Kontaktformular, E-Mail oder LinkedIn kontaktieren.


