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VSME B3 & C3: Energie, Treibhausgase und Klimaziele - Zahlen, die Banken und Großkunden nutzen können

  • 19. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
VSME - freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard

CO2 ist nicht alles - aber in der Praxis oft die erste Kennzahl, die Banken und Großkunden sehen wollen. B3 gibt dir ein klares Minimum, C3 ein Upgrade für Targets/Transition. Mit einer sauberen Datenkette wird aus 'Schätzung' eine belastbare Kennzahl.


Was verlangt B3 konkret?

B3 fordert (1) Energieverbrauch und (2) Treibhausgasemissionen:

  • Gesamtenergieverbrauch in MWh, möglichst mit Aufteilung in erneuerbar/nicht erneuerbar sowie nach Strom (aus Versorgerabrechnungen) und Brennstoffen.

  • Geschätzte Brutto-Treibhausgasemissionen in tCO2eq nach GHG Protocol Corporate Standard (Version 2004), mindestens: Scope 1 und standortbasierter Scope 2.

  • Eine Treibhausgasintensität als Verhältnis der Emissionen zu deinem Umsatz (Euro).


Scope 3: optional, aber oft der Knackpunkt in der Lieferkette

Der Standard sagt: Je nach Tätigkeit kann die Quantifizierung von Scope-3-Emissionen sinnvoll sein, um Auswirkungen in der Wertschöpfungskette abzubilden.


Wenn du Scope 3 berichtest, sollst du dich an den Kategorien des GHG Protocol orientieren und wesentliche Kategorien auf Basis einer eigenen Relevanzbewertung einbeziehen.


C3: Klimaziele und Transition - wenn du Targets hast

Wenn du Emissionsreduktionsziele festgelegt hast, fordert C3 u.a.:

  • Zieljahr/Zielwert,

  • Basisjahr/Basiswert,

  • Einheit,

  • welche Scopes abgedeckt sind,

  • und eine Liste zentraler Maßnahmen zur Zielerreichung.


Für Unternehmen in 'high climate impact sectors' kann zudem ein Transition Plan relevant sein; wenn kein Plan existiert, ist anzugeben, ob und wann ein solcher Plan eingeführt werden soll.


Prüferblick: Was macht B3-Zahlen prüfungsnah?

Für B3 hilft eine klare Datenkette:

Energie: Abrechnungen, Zählerstände, Fuhrparkdaten (Kraftstoff), ggf. Produktionsdaten als Plausibilisierung.

Emissionen: dokumentierte Emissionsfaktoren (Quelle, Version, Zeitraum) und nachvollziehbare Umrechnung.

Umsatz als Nenner: sicherstellen, dass der Umsatz konsistent zu deinem Abschluss/Controlling ist.


Ein einfacher, aber wirksamer Check: Vorjahresvergleich (MWh, tCO2eq, Intensität) + Erklärung wesentlicher Abweichungen.

 

 

Sollten Sie Fragen haben zur Erstellung oder Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten (ESRS / VSME), können Sie sich gerne direkt einen Termin buchen oder uns über das Kontaktformular, E-Mail oder LinkedIn kontaktieren.

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