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VSME B4 bis B7: Umwelt jenseits von CO2 - Pollution, Biodiversität, Wasser und Abfall

  • 19. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
VSME - freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard

Nicht jedes KMU muss alles messen. Genau deshalb sind B4-B7 so aufgebaut, dass du vorhandene Daten nutzen kannst. Wer das strukturiert tut, kann viele Lieferketten- und Bankenfragen schnell beantworten - ohne 'ESG-Bürokratie'.


B4: Pollution - nur, wenn du die Daten ohnehin hast

B4 ist pragmatisch: Wenn du gesetzlich oder nach nationalen Regeln ohnehin Emissionen von Schadstoffen an Behörden melden musst - oder wenn du solche Daten freiwillig über ein Umweltmanagementsystem erhebst - dann sollst du die von dir emittierten Schadstoffe (Luft, Wasser, Boden) und die jeweiligen Mengen berichten.


Wenn diese Information bereits öffentlich verfügbar ist, kannst du stattdessen auf das Dokument verweisen (z.B. per URL/Hyperlink).


B5: Biodiversität - Standortnähe zählt

B5 verlangt die Anzahl und Fläche (Hektar) von Standorten, die du besitzt/least/managst und die in oder nahe an biodiversitätssensitiven Gebieten liegen.


Optional kannst du landbezogene Kennzahlen ergänzen (z.B. versiegelte Fläche, naturorientierte Flächen on-site/off-site).


B6: Wasser - Entnahme und (falls relevant) Verbrauch

B6 fordert die gesamte Wasserentnahme. Zusätzlich ist die Wasserentnahme an Standorten in Gebieten mit hohem Wasserstress separat darzustellen.

Wenn du wasserintensive Produktionsprozesse hast, sollst du außerdem den Wasserverbrauch als Differenz aus Entnahme und Einleitung (Discharge) berichten.


B7: Kreislaufwirtschaft und Abfall

B7 fragt zunächst: Nutzt du Kreislaufwirtschaftsprinzipien - und wie?

Außerdem sind zu berichten: Abfallaufkommen (nicht gefährlich/gefährlich), Abfall, der in Recycling/Wiederverwendung geht, und - in materialintensiven Branchen - relevante Materialflüsse (Masse).


Prüferblick: Typische Nachweise, die KMU ohnehin haben

Für viele KMU liegen die Daten bereits vor - nur verteilt:

  • Entsorger-/Recyclingnachweise und Rechnungen (Abfall, Recyclingquoten, gefährlich/nicht gefährlich).

  • Wasserrechnungen, Zählerlisten, ggf. Genehmigungen (Wasser).

  • Standortlisten (Mietverträge, Anlagenverzeichnis) plus einfache Zuordnung zu sensiblen Gebieten (Biodiversität).


Wichtig ist die Konsistenz: gleiche Berichtsperiode, klare Standorte/Org-Grenze, nachvollziehbare Aggregation.

  

Sollten Sie Fragen haben zur Erstellung oder Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten (ESRS / VSME), können Sie sich gerne direkt einen Termin buchen oder uns über das Kontaktformular, E-Mail oder LinkedIn kontaktieren.

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